Nach einer traumhaft erholsamen Nacht im Hostel machten wir uns am Vormittag auf um am Stadtrand von Esquel eine Mitfahrgelegenheit nach El Bolson zu finden. Es dauerte keine 10 Minuten, da kamen Clara und Joaquin in ihrem VW Bus (siehe letzter Eintrag) vorbei und schon waren wir wieder unterwegs.
Unseren zweimaligen Mitnehmer Clara und Joaquin mit uns und dem VW Bus
In El Bolson angekommen besuchten wir einen netten Künstlermarkt und begriffen, warum der Ort als Hippiehochburg gilt. Jede Menge teils recht heruntergekommene mit Dreadlocks verzierte junge und ältere Männer und Frauen boten selbstgebastelten Schmuck zum Verkauf. Ansonsten gibt’s in El Bolson außer etwa 1 Million Cabañas nicht viel zu sehen. Die zwei Nordamerikaner im Hostel schwärmten zwar von einem Wald in dem Figuren in tote Baumstämme geschnitzt sind, aber wohl eher um uns dazu zu bewegen das Taxi dorthin zu teilen. Der Ort ist sehr auf den (Binnen-)Tourismus ausgelegt, es gibt viele Restaurants und Souvenirläden aber das wars auch schon.
Am nächsten Tag, also vorvorgestern, trafen wir uns mit unserem ehemaligen Vermieter Ritchy, der sich in El Bolson ein neues Leben aufbauen will auf einen Kaffee und eine nette Plauderei und danach gings wieder ans Stoppen. Aber leider bleiben die El Bolsonen nicht so gerne stehen (zudem hat sich so ein unsympathischer Mensch einfach ein paar Meter vor uns aufgestellt!) und weil wir nicht noch eine Nacht dort verbringen wollten nahmen wir den Bus nach Bariloche.
Diese ebenfalls Touristenhochburg begrüßte uns mit tiefgrauem Himmel, frischen Temperaturen und einem nervigen Promoter, der uns unbedingt sein Hostel andrehen wollte. Wir ließen uns nicht beirren und suchten das am besten klingende Hostel im Lonely Planet auf. Zum ersten Mal erhielten wir nun die Nachricht, dass das Hostel ausgebucht sei. Blöd. Zum Glück wusste die Deutsche an der Rezeption aber eine Lösung und rief in einer befreundeten Unterkunft an. Ein junger Mann mit Dreadlocks (Tommy) kam uns kurz darauf abholen und brachte uns in die bis hierher mit sehr großem Abstand beste Unterkunft unserer Reise. Es ist einfach supi hier. Sauber, sehr gut ausgestattet (Steinboden, große saubere Küche mit Steinarbeitsflächen, cooler Gemeinschaftsbereich und wifi) und menschenleer. Ganz begeistert beschlossen wir auch für mehrere Nächte hier zu bleiben.
Das Green House Hostel in Bariloche. Sehr empfehlenswert.
Und wir verbrachten viel Zeit im Hostel. Vorgestern regnete es nämlich den ganzen Tag. Nur ein kurzer Ausflug auf einen Kaffee mit Kuchen bzw. eine Cola mit Eis war drin. Eigentlich wollten wir auch versuchen ein Auto zu mieten, uns Infos über die Region holen und Agus (siehe vorherige Einträge) in seiner Unterkunft besuchen, aber der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung.
Gestern war es dann besser. Scheinbar. Als wir gegen 11 mit dem Bus losfuhren um in einem etwa 20 km entfernten Nationalpark spazieren zu gehen, schien beinahe die Sonne. Als wir ankamen gab es aber zunächst Regen, dann Schneeregen und dann dichtes Schneetreiben. Eigentlich waren wir ja weiter in den Norden gekommen um der Kälte zu entfliehen aber sie scheint uns ständig einzuholen. Nun gibt es ja gewisse Großväter, die meinen es gibt keine schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung, aber trotzdem wollten wir uns das wirklich nicht antun und nahmen den nächsten Bus wieder zurück. Ironischer Weise begrüßte uns im Hostel erneut Sonnenschein.
... so kurz bevor wir den Bus zurück nahmen...
... und so als wir wieder im Hostel waren.
Und da sind wir nun, haben alle Erlebnisse aufgearbeitet und unsere Bustickets nach Mendoza bereits in der Tasche. Gleich gehts 20 Stunden weiter in den Norden. Vielleicht ist es da endlich warm :-) In der Zwischenzeit freuen wir uns auf viele nette Kommentare, positive Kritik und neidvolle Meldungen wie gern ihr alle hier wärt. :-P
Highs und Lows zwischen Esquel und Bariloche:
Highs: Green House Hostel in Bariloche: Einfach supi! Können wir nur weiterempfehlen.
VW Bus von Clara und Joaquin: wenn wir mal ganz viel Geld haben kaufen wir uns auch so etwas.
Das Wetter in Esquel und El Bolson
Rindfleisch in Argentinien: mmmhhh… mein erster Steakversuch war zwar noch nicht perfekt (etwas zu lange gebraten), aber bei Kilopreisen von 8 bis 12 Euro, je nach Teil vom Tier kann ichs ja noch ein paar Mal probieren :-)
VW Bus von Clara und Joaquin: wenn wir mal ganz viel Geld haben kaufen wir uns auch so etwas.
Das Wetter in Esquel und El Bolson
Rindfleisch in Argentinien: mmmhhh… mein erster Steakversuch war zwar noch nicht perfekt (etwas zu lange gebraten), aber bei Kilopreisen von 8 bis 12 Euro, je nach Teil vom Tier kann ichs ja noch ein paar Mal probieren :-)
Lows: Das Wetter in Bariloche: Ich mein, Schneetreiben?? Muss das sein? :-) Von der angeblich so tollen Gegend haben wir deshalb auch nix mitgekriegt, es ist aber eh sehr touristisch hier und das mögen wir ja nicht so. :-)





Bringts mir ein Fleisch mit? *G*
AntwortenLöschenNacho
Ist es ok, wenn ich mir nur die Bilder anschaue? :-)
AntwortenLöschenLG Feli
ich bekomm langsam das gefühl: in china herumzureisen war bedeutend einfacher ;)
AntwortenLöschenund fürs protokoll: ich wär soooooo gern auch unterwegs (ohne regen, schnee und unfreundlichen menschen wohlgemerkt :P )
bussal
Hab mich grad in die Karte vertieft - gelobt sei Google earth - und für die Grossis was ausgedruckt und beschriftet. Ich hoffe das Steak war gut und endlich mal groß genug :D ( Alex grummelt ganz neidig!)
AntwortenLöschenIch gewöhn mich auch schon wieder langsam ans Arbeiten - würg - naja.......
Bussi M + P