Sonntag, 28. August 2011

Quito und Otavalo


Quito, die Hauptstadt Ecuadors, ist eine moderne Stadt mit viel Geschichte. Es war später Nachmittag am Samstag, den 16. Juli als wir am neu eröffneten, hypermodernen Busbahnhof im Süden der Stadt ankamen. So schön das Terminal auch war, besonders durchdacht war der Standort nicht, denn wir brauchten 2 Metrobusse und über 45 Minuten um das Viertel „El Mariscal“ zu erreichen, das Touristenzentrum der Stadt. Dort suchten wir uns zwischen all den teuren Hostals, Hotels und Restaurants ein kleines billig aussehendes aus und blieben gleich dort.

Nach einer von Juckreiz geprägten Nacht (siehe „Misahualli) wollten wir den Sonntag ausnutzen, denn an diesem Tag ist das historische Zentrum für den Autoverkehr gesperrt. Also spazierten wir los, besuchten zunächst einen kleinen Markt im Parque El Ejido bevor wir in die wirklich wundervolle Altstadt eintauchten. Unsere erste Station war der Hauptplatz, die Plaza Grande. Dort war allerhand los und gefühlte Millionen Menschen drängten sich auf den Straßen, bewunderten eine Tanzgruppe bestehend aus etwas in die Jahre gekommenen, aber nicht minder begeisterten Frauen und einem etwas übermotivierten Mann, ließen sich von den streunenden Fotografen ein Andenkenfoto erstellen oder saßen einfach auf einer der zahlreichen Parkbänke herum und genossen den freien Tag.

Fröhliche Tanzgruppe auf der Plaza Grande


 Keine 5 Gehminuten von der Plaza entfernt ragt die überwältigende Iglesia La Compañia de Jesús in den Himmel, eine der schönsten Kirchen Ecuadors. Wir waren fast geblendet von dem vielen Blattgold, welches uns von den barock verzierten Wänden entgegen leuchtete und fühlten uns stark an die Stiftskirche in Melk erinnert. Etwas erstaunt waren wir aber doch, dass eine derartig prunkvolle Kirche im Auftrag der Jesuiten erbaut wurde, die ja doch eher der Bescheidenheit zugetan gewesen sind, zumindest offiziell.

Unser Spaziergang führte über die Plaza San Francisco, ebenfalls umgeben von alten Kolonialbauten und einer Kirche mit zugehörigem Kloster zur Straße „La Ronda“, die ehemals die südliche Stadtgrenze darstellte und in der wohl allerlei Schindluder betrieben wurde. Zahlreiche Künstler und Musiker lebten einst hier und genossen das ausschweifende Nachtleben. Heute sind die Häuser hübsch hergerichtet und beherbergen Restaurants, Souvenirshops und Ateliers.

Blick von der Plaza San Francisco auf die "Virgen (schon wieder) de Quito", das Wahrzeichen der Stadt

"La Ronda"

 Iglesia Santo Domingo, eine von unzähligen Kirchen in Quito
Eigentlich wollten wir uns auf dem Markt unser übliches Nachmittagsessen holen, doch der Mercado Central war leider schon geschlossen als wir vorbei kamen. Daher spazierten wir mit leerem Magen den Hügel zum Parque Itchimbia hinauf, um die Aussicht auf die Stadt zu genießen. Oben empfingen uns eine frische Brise und dutzende Drachen, die mehr oder weniger professionell in den Himmel getrieben wurden und im Wind flatterten. Viel schwieriger als erwartet stellte sich dann die Suche nach etwas Essbarem heraus. Der Sonntag wurde anscheinend wesentlich ernster genommen als wir uns dachten. So landeten wir in einer Pizzeria nahe unserer Unterkunft. Wir (also ich) freuten uns schon sehr darauf, denn wir hatten schon sehr lange nichts derartiges mehr bekommen. Das Resultat war aber mehr als enttäuschend. Die Pizza, oder das, was die dort unter Pizza verstehen, war zwar recht ok, das Preis-Leistungs-Verhältnis dafür sehr bescheiden. Krönender Höhepunkt unseres Besuches war das Bezahlen, wo mir der doppelte Käse auf meiner Calzone extra verrechnet wurde, obwohl er eigentlich in den 5 frei wählbaren Zutaten enthalten sein hätte sollen. Wutentbrannt und nicht besonders höfliche Worte benutzend verließen wir dieses Etablissement und können an dieser Stelle nur (erneut) den Rat geben in Südamerika kein europäisches Essen zu probieren, da gibt’s Besseres.

Am nächsten Tag fuhren wir zur Mitte der Welt. Dabei handelt es sich um ein Monument, das an der Stelle errichtet wurde, an der eine französische Expedition Ende des 18. Jahrhunderts den Äquator errechnete. Heute ist das Ganze sehr auf die Ausbeutung des gemeinen Touristen ausgelegt. Das Areal ist von einer hohen Mauer umgeben und mit unzähligen Souvenirgeschäften, Restaurants und sogar einer Kirche (wahrscheinlich für ultraromantische Hochzeiten) ausgestattet. Wir spazierten eine Zeit lang über die Anlage, besuchten das einzige Museum das nichts extra kostete, machten die obligatorischen Fotos auf dem Strich und waren nicht allzu traurig als wir das Gelände verließen.

Monument für den Äquator. Links und Rechts der Straße stehen die Köpfe der französischen Expeditionsteilnehmer im 18. Jahrhundert (Statuen, nicht die echten Köpfe!)

Der Äquator (gelbe Linie) teilt die Erde in die Nordhalbkugel (da wo N steht) und die Südhalbkugel (S)

Der Höhepunkt des Tages folgte dafür sogleich: das kleine Museo Solar Inti Ñan ein paar hundert Meter nördlich von Mitad del Mundo, widmete sich ursprünglich jenen südamerikanischen Kulturen, in deren kulturellem Mittelpunkt die Sonne steht. Nun ist es aber so, dass laut GPS der eigentliche, geografisch richtige Äquator zufällig (oder auch nicht) genau durch diese Open-Air-Ausstellung verläuft, die französischen Geografen hatten sich nämlich um etwa 300 Meter vertan (für die Möglichkeiten des 18. Jahrhunderts trotzdem nicht so schlecht!!). Natürlich bot sich daher für das Museum eine kleine diesbezügliche inhaltliche Erweiterung an.

Zunächst wollten wir wegen dem für ecuadorianische Verhältnisse sehr hohen Preis gar nicht hinein, waren aber dann doch neugierig, weil wir schon viel von diesem Ort gehört hatten. Im Eintrittspreis war eine Führung enthalten und wir gesellten uns zu einem älteren israelischen Pärchen und einem Hawaiianer. Als Erstes erzählte uns unsere recht nette, wenn auch nicht unbedingt überqualifizierte Führerin einiges über die Herstellung von Schrumpfköpfen, ecuadorianische Urvölker und die Sonne als mystisches Zentrum vieler Kulturen.

Echter Schrumpfkopf im Museum Solar Inti Ñan

Wir am "richtigen" Äquator

Der spannende Teil folgte aber erst danach. Nun begann unsere Demonstratöse von der Corioliskraft zu reden, die, wie wir alle wissen, aufgrund der Erddrehung entsteht und einen großen Einfluss auf Luft- und Meeresströmungen und großflächige Wetterphänomene hat. So drehen sich zum Beispiel Hurrikans auf der Nordhalbkugel gegen und Taifune auf der Südhalbkugel im Uhrzeigersinn. Eine große Tafel beschrieb zudem (etwas unverständlich) die Entstehung dieser Kraft inklusive physikalischer Gleichung. Meine Frage, was denn die Buchstaben in der Gleichung bedeuten würden, konnte unsere Guidine zwar nicht beantworten, sie sei ja keine Physikerin, dafür bekamen wir eindrucksvoll die Auswirkungen dieser Kraft demonstriert.

Zunächst stellte unsere große Lehrmeisterin ein Waschbecken direkt auf die Äquatorlinie und füllte es mit Wasser. Dann nahm sie den Deckel aus dem Abfluss und das Wasser floss ab, ohne dass ein Strudel entstand. Das gleiche Experiment wiederholte sie nun auf der Südhalbkugel, etwa 3 Meter vom Äquator entfernt und wie von Zauberhand drehte sich das Wasser nun im Uhrzeigersinn bevor es im Abfluss verschwand. Und als sie das Ganze auf der Nordhalbkugel erneut wiederholte drehte sich das Wasser plötzlich in die andere Richtung. Unglaublich!!

Natürlich steckte hinter diesem Zauberkunststück wenig Physik, wie wir sofort erkannten, sondern lediglich ein geschicktes Öffnen des Deckels, denn die Corioliskraft ist (wenn ich mich richtig erinnere) um etwa 2 Größenordnungen zu schwach, um abfließendes Wasser in einem Waschbecken zu beeinflussen, vor allem direkt am Äquator. Beim ersten Mal öffnete unser Zauberhäschen den Verschluss, indem sie ihn genau waagrecht von unten nach oben drückte und natürlich entstand kein Strudel. Die beiden anderen Male öffnete sie den Verschluss von oben und zwar etwas schief, sodass jeweils die dem Äquator zugewandte Seite als erstes den Kontakt zum Becken verlor und ein Strudel in die „richtige“ Richtung entstand. Aber das Beste der ganzen Vorstellung war, dass meine Frage, ob ich das denn auch mal probieren könne mit dem Argument verneint wurde, dass ja gleich die nächste Gruppe das Becken bräuchte, obwohl weit und breit keine anderen Menschen zu sehen waren.

Ähnlich wissenschaftlich hochwertig ging es weiter. Zunächst schaffte es Anja ein Ei auf einem Nagelkopf zu balancieren, was aus irgendeinem Grund natürlich nur am Äquator möglich ist (wir waren noch dermaßen von dem Waschbeckenversuch amüsiert, dass wir nicht mehr genau aufpassten), dann bewies uns unsere Wissenschaftsministerin, dass unsere Muskelfunktionen am Äquator völlig verrückt spielen, denn auf wundersame Weise ging das herunterdrücken meiner ausgestreckten Arme einen Meter neben dem Äquator wesentlich schwerer als direkt auf dem Strich. Dass sie meine Arme zuerst nahe den Ellbogen und dann an den Handgelenken packte ist da nur ein unwesentliches Detail. Offensichtlich von Zauberkräften gefangen gelang es besonders den älteren Gruppenmitgliedern auch nicht mit geschlossenen Augen auf dem Äquator zu balancieren. Surprise, surprise. Warum es aber angeblich nur hier nicht funktioniert blind Fuß an Fuß auf einer schmalen Linie entlangzugehen haben wir leider vergessen. Trotzdem war der Ausflug sein Geld wert, so köstlich amüsiert hatten wir uns schon lange nicht mehr und noch auf der Rückfahrt konnten wir über den Blödsinn, den wir erzählt bekamen herzhaft lachen. So etwa auch darüber, dass man am Äquator um etwa 0,5% oder 6 Pfund leichter als am Nordpol sei, wegen der größeren Distanz zum Erdmittelpunkt. Wir dachten uns nur, für ihre dementsprechend 600 kg sieht sie wirklich verdammt gut aus. :-) Etwas traurig war allerdings ihre Meldung, dass das Museum auch dafür genutzt wird, um Schulkindern die Effekte der Physik im täglichen Leben zu zeigen…

Eine große Tafel erklärt die Corioliskraft, aber keiner konnte uns sagen, was die Buchstaben in der Gleichung bedeuten...

 Mit geschlossenen Augen Fuß an Fuß auf dem Äquator balancieren ist gar nicht so leicht. Der Äquator hat einfach magische Kräfte

Es war etwa 16 Uhr als wir zurück im Hostal in Quito waren und wir wollten an diesem Tag noch weiter. Eigentlich ist Otavalo, unser nächstes Ziel gar nicht mal so weit entfernt. Aber Quito ist dermaßen lang und schmal und das Verkehrskonzept jetzt nicht unbedingt das durchdachteste, dass wir doch länger brauchten als erwartet. Allein schon um zum nördlichen Busbahnhof zu gelangen mussten wir mit einem Metrobus bis zur Endstation und dann noch mit einem anderen Bus (Kostenpunkt 5 Cent) weiter, insgesamt über eine Stunde lang. Erst nach 20 Uhr kamen wir deshalb in Otavalo an, fanden aber trotzdem bald eine nette Unterkunft direkt am Hauptplatz.

Otavalo ist bekannt für seinen Kunsthandwerksmarkt, angeblich der größte des ganzen Kontinents. Es war Dienstag und deswegen nur der Hauptplatz voller Marktstände, die Schmuck, Kleidung, Hängematten, Taschen, Bilder und Schnitzereien anboten. Wir spazierten am Vormittag gemütlich durch das Labyrinth an Gängen, fanden aber nicht allzu viel Interessantes. Überhaupt merkte man den Verkäufern an, dass sie sehr oft mit Touristen zu tun hatten, denn sie waren ziemlich aufdringlich, nicht unbedingt freundlich und oft beleidigt wenn man nichts kaufte, zumindest die meisten. Wir fanden die Märkte in La Paz wesentlich besser. Unser Unterkunftsgeber meinte, am Mittwoch sei der Markt viel größer und besser, weswegen wir beschlossen ihm noch eine Chance zu geben und für eine weitere Nacht zu bleiben.

Der Markt in Otavalo, Fotos werden nicht so gern gesehen, darum haben wir das nur ganz schnell schnell und möglichst ohne Menschen gemacht :-)

Am Nachmittag spazierten wir zu den Cascadas de Peguche, einem Wasserfall in der Nähe. Aufgrund der mangelhaften Beschilderung waren wir uns bald nicht mehr sicher, ob wir denn auf dem richtigen Weg seien. Ich hielt ein vorbeifahrendes Auto an, um nach dem Weg zu fragen und prompt landeten wir auf der Ladefläche des Pickups und wurden hingefahren. Sehr nett. Ein guter Spazierweg führte zu dem Wasserfall und zahlreiche ecuadorianische Touristen leisteten uns Gesellschaft. Der Wasserfall an sich war relativ unspektakulär, einzig ein winziger Tunnel, der in absoluter Dunkelheit weiter nach hinten führte war etwas spannend. Eine einheimische Familie suchte das Gespräch mit uns, war sehr interessiert an unserer Herkunft und besorgt um unsere Sicherheit: „Die Otavalos mit den langen Haaren (traditionelle Frisur der Männer dort, Anm.) sind kein Problem, aber es gibt hier auch viele Auswärtige aus Guayaquil oder so, vor denen muss man sich in Acht nehmen!“ Menschen sind auch überall gleich. :-)

Der Wasserfall von Peguche


Wir spazierten weiter bis zur Laguna San Pablo, angeblich einem Manget für Ausflügler, fanden ihn aber nicht so toll, denn wir gingen eigentlich nur eine Straße in einem Ort entlang und fanden keine Möglichkeit zum Wasser zu gehen. Also nahmen wir den nächsten Bus, der uns entgegen kam uns fuhren wieder nach Otavalo zurück. Man muss ja nicht jeden Tag 7 Stunden lang gehen.

Auch am Mittwoch war der Markt nicht viel größer und besser. Wir machten uns extra auf die Suche nach einem anderen Markt, der nur mittwochs stattfindet. Bis auf ein leckeres Frühstück fanden wir aber nichts Brauchbares. Also nahmen wir unsere Rucksäcke und los gings zur Panamericana, um einen Bus nach Kolumbien zu finden. Schon bald saßen wir in einem nach Ibarra, einer größeren Stadt etwas weiter nördlich. Wir waren der festen Überzeugung von dort schnell weiter zu kommen, mussten dann aber für ecuadorianische Verhältnisse ewig lang (über eine Stunde) warten bis endlich der Anschlussbus kam. 

Dafür bekamen wir aber ein Unterhaltungsprogramm der Extraklasse geboten. Kurz nach dem Start bestieg ein Mann den Bus und hielt, wie es praktisch auf jeder Fahrt vorkommt, eine Ansprache an die Fahrgäste, um seine Produkte zu bewerben. Dieser aber hatte etwas Besonderes. Er verkaufte nämlich Ginseng-Präparate und erklärte den Fahrgästen anhand von Bildern wie der menschliche Körper funktioniert und wie toll diese Pflanze sei. Sie helfe nämlich gegen alles, gegen Stress (und jeder Mensch habe Stress), Herzprobleme, Diabetes, Prostata- und Menstruationsbeschwerden und alles andere, was die Menschheit so plagt. Und die Asiaten würden nur deshalb so alt, weil sie jeden Tag Ginseng futtern. Von diesen Weisheiten überwältigt kaufte dann tatsächlich mindestens jeder zweite Fahrgast ein paar dieser Pillen.

Wir machten uns etwas Sorgen, wie wohl die Grenze sein würde, denn unsere letzten Grenzerfahrungen waren ja nicht die positivsten. So versuchten wir besonders aufmerksam zu sein. Von der Grenzstadt Tulcán gibt es nur Taxiverbindungen bis zum Grenzübergang und so waren wir wieder gezwungen in ein Auto zu steigen. Dieses Mal ging aber alles gut, wir sparten uns sogar noch etwas, weil wir das (lizensierte) Taxi mit einem Kolumbianer teilten und bekamen von den Geldwechslern viel mehr kolumbianische Pesos für unsere Dollar als gedacht. Auf der anderen Seite der Grenzbrücke durften wir dann allerdings den kolumbianischen Behörden unsere Fingerabdrücke geben, was ja nicht meine Lieblingsdiszipin ist, aber um in Kolumbien einreisen zu dürfen ist das halt nötig.

Der Weg in die Stadt Ipiales, nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt, war einfach und im Minibus schnell zurückgelegt. Zwar boten uns an der Grenze auch zahlreiche Männer ihr Auto ohne Aufschrift als Taxi an, aber wir waren da eher skeptisch. Da es schon später Nachmittag war, beschlossen wir nicht bis nach Popayán (etwa 7 Stunden entfernt), sondern nur bis Pasto weiter zu fahren und dort zu übernachten. Am Busbahnhof versuchten sich zahlreiche Angestellte in brutal lautem Geschrei, um uns eine Fahrt zu verkaufen, aber in unserer gewohnt souveränen und ruhigen Manier ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen, suchten uns das günstigste Angebot und fuhren los. Der Bus war relativ teuer, dafür aber unbequem. Wir kamen nicht weit, da hieß es plötzlich aussteigen. Eine Polizeikontrolle stand an. Wir merkten bald, dass das im Süden von Kolumbien nichts Außergewöhnliches war. Aber die Polizisten waren nett und höflich und nach ein paar Minuten konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Wir fuhren durch eine nette Berglandschaft mit grünen Hügeln und steilen Schluchten, sahen aber durch die getönten Scheiben nicht besonders viel davon. 

Als wir endlich Pasto erreichten, war es bereits dunkel und wir waren aufgrund der Gerüchte und Informationen, die man über Kolumbien so erhält (man lese NIEMALS die Länderinformation auf der Webseite des auswärtigen Amtes von Deutschland, da wird man ja paranoid!) etwas beunruhigt. Sogleich wurden wir von einem etwas heruntergekommenen Mann angesprochen und er drängte uns seine Hilfe auf. Versuche ihn loszuwerden scheiterten und so ließen wir uns von ihm zu einem Hotel führen. Überraschenderweise war das Hotel tatsächlich ausgezeichnet (bis auf die Duschwassertemperatur) und günstig, weswegen ein kleines Trinkgeld für den Mann drin war. Wir genossen den restlichen Abend im Zimmer und schöpften neue Kraft für die kommenden anstrengenden Tage.

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